Kurz beantwortet
Welche Stützlast brauchen zwei E-Bikes auf dem Fahrradträger?
Für zwei E-Bikes brauchst du je nach Träger rund 63 bis 71 kg Stützlast, plus Reserve für Zubehör. Rechne so: Eigengewicht des Trägers plus beide E-Bikes plus Zubehör. Mit den Werten des ADAC – ein durchschnittliches E-Bike wiegt rund 25 kg, Heckträger im ADAC-Vergleich 13,2 bis 21 kg – kommen 63,2 bis 71 kg zusammen (eigene Rechnung). Mit 50 kg Stützlast geht es nicht, mit 75 kg meist knapp.
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Kurze Antwort
Rechne Trägergewicht plus beide E-Bikes plus Zubehör. Mit ADAC-Werten – E-Bikes im Schnitt rund 25 kg, Heckträger im ADAC-Vergleich 13,2 bis 21 kg – ergeben sich 63,2 bis 71 kg (eigene Rechnung). Eine Stützlast von 75 kg reicht damit meist knapp, 50 kg nicht. Maßgeblich sind deine echten Gewichte und der kleinere Wert von Auto und Anhängerkupplung.

Die Rechnung für zwei E-Bikes
Der ADAC nennt eine einfache Prüfregel: Eigengewicht des Fahrradträgers plus Gewicht aller Fahrräder muss kleiner oder gleich der Stützlast sein. Bei E-Bikes fällt diese Summe schnell hoch aus, denn sie wiegen laut ADAC SE „zumeist deutlich über 20 kg“; in seinem Vergleich von 13 Heckträgern rechnet der ADAC mit durchschnittlich 25 kg pro E-Bike.
Mit den Trägergewichten aus diesem ADAC-Vergleich (29.04.2025) ergibt sich für zwei E-Bikes à 25 kg (eigene Rechnung):
| Träger laut ADAC-Vergleich | Eigengewicht | + zwei E-Bikes | Summe |
|---|---|---|---|
| leichtester Träger (Uebler i21 Z90) | 13,2 kg | 50 kg | 63,2 kg |
| mittlere Träger (Norauto, Hapro, Eufab) | knapp 19 kg | 50 kg | knapp 69 kg |
| schwerster Träger (Atera) | 21 kg | 50 kg | 71 kg |
Zubehör wie Schlösser, Taschen, Körbe oder Kindersitze kommt noch dazu. Im ADAC-Vergleich wurden die Träger mit Rädern von jeweils bis zu 30 kg beladen; mit zwei solchen Rädern und dem schwersten Träger wären es 81 kg (eigene Rechnung).
Was das für deine Stützlast heißt
Vergleich die Summe mit deiner zulässigen Stützlast. Maßgeblich ist der kleinere Wert von Auto (Fahrzeugschein, Feld 13) und Anhängerkupplung (Typenschild). Wie du ihn findest, erklärt Zulässige Stützlast.
- 50 kg Stützlast: zu wenig für zwei E-Bikes samt Träger.
- 75 kg Stützlast: reicht mit den Durchschnittswerten, aber mit wenig Reserve. Schwere E-Bikes oder Zubehör bringen dich darüber.
- 90 kg oder mehr: genug Reserve für zwei E-Bikes, solange auch der Träger die Last tragen darf.
Beim Elektroauto lohnt der Blick besonders: Manche Elektroautos erlauben laut ADAC-Tabelle deutlich weniger Stützlast als übliche Pkw, etwa der Kia EV9 (76,1 kWh Air) mit 45 kg oder der Ford Mustang Mach-E mit 30 bis 60 kg je nach Version. Damit sind zwei E-Bikes auf dem Heckträger nicht möglich (eigene Rechnung).
So sparst du Gewicht
Der ADAC empfiehlt, die Akkus während der Fahrt abzunehmen und im Auto zu verstauen sowie Taschen und Körbe abzubauen. Das senkt das Gewicht auf dem Träger – und schont die Kupplung, denn der Schwerpunkt eines beladenen Trägers liegt laut ADAC meist einige Zehn Zentimeter hinter der Kupplungskugel. Schutzhüllen über den Rädern rät der ADAC ab. Wie viel der Akku deines E-Bikes wiegt, steht in dessen Unterlagen; zieh diesen Wert von der Rechnung ab.
Ein leichterer Träger bringt bei zwei E-Bikes oft die entscheidenden Kilogramm: Im ADAC-Vergleich wog der leichteste Träger 13,2 kg, der schwerste 21 kg.
Echte Gewichte wiegen statt schätzen
Die Durchschnittswerte ersetzen keine Messung. Eine Stützlastwaage für Anhänger passt nicht unter einen Heckträger, denn sie ist für das Kupplungsmaul einer Deichsel gebaut (eigene technische Einordnung). Wieg stattdessen Träger und jedes E-Bike einzeln und zähl zusammen. Mit einer Personenwaage geht das so: erst dich allein wiegen, dann mit dem Rad in der Hand, und die Differenz notieren. Bequemer ist eine Hängewaage mit Gurt.
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Die Vorgehensweise steht auch in der Anleitung Stützlast messen im Abschnitt zum Fahrradträger.
Wenn die Summe nicht passt
Liegt das Gewicht über deiner zulässigen Stützlast, darfst du so nicht fahren. Akku und Zubehör abnehmen, einen leichteren Träger wählen oder ein Rad im Auto transportieren sind die üblichen Auswege. Was gilt, wenn die Stützlast bereits überschritten ist, beantwortet Fahrradträger: Stützlast überschritten. Die Grundlagen zu Trägern, Zuladung und D-Wert erklärt Stützlast beim Fahrradträger.
Alle Angaben beziehen sich auf Deutschland und ersetzen keine Beratung durch Fahrzeug- oder Trägerhersteller. Maßgeblich sind Fahrzeugschein, Bedienungsanleitung, das Typenschild der Kupplung und die Anleitung des Trägers. Weitere Themen rund um die Stützlast findest du auf der Startseite.
Fragen aus der Praxis
Welche Stützlast für 2 E-Bikes?
Mindestens so viel, wie Träger und beide E-Bikes zusammen wiegen. Mit den ADAC-Werten – rund 25 kg pro E-Bike, 13,2 bis 21 kg für den Träger – sind das 63,2 bis 71 kg (eigene Rechnung). Eine zulässige Stützlast von 75 kg reicht dann meist, bei schwereren Rädern oder Zubehör wird es knapp. Prüf den kleineren Wert von Fahrzeugschein und Kupplung.
Sollte man beim Transport den E-Bike-Akku abnehmen?
Ja, das empfiehlt der ADAC: Akkus während der Fahrt abnehmen und im Auto verstauen, dazu Taschen und Körbe abbauen. Das senkt das Gewicht auf dem Träger und damit die Stützlast. Schutzhüllen über den Rädern rät der ADAC ab. Wie viel der Akku wiegt, steht in den Unterlagen deines E-Bikes.
Reichen 50 kg Stützlast für zwei E-Bikes?
In aller Regel nein. Zwei E-Bikes mit je rund 25 kg wiegen allein schon 50 kg, dazu kommt der Träger mit 13 bis 21 kg laut ADAC-Vergleich (eigene Rechnung). Selbst mit abgenommenen Akkus bleibt die Summe meist über 50 kg. Dann transportierst du ein Rad im Auto oder auf einem anderen System.
Belege und Quellen
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