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Kurz beantwortet

Stützlast mit der Personenwaage messen: so geht es und so genau ist es

Ja, für eine Kontrolle geht das: Personenwaage auf festen Grund, ein Brett flach darauf und ein zweites senkrecht unter das Kupplungsmaul – so hoch, dass das Maul auf der Höhe deiner beladenen Anhängerkupplung steht (ADAC). Unter das Stützrad gehört die Waage nicht, dort zeigt sie zu viel an. Wie genau das Ergebnis ist, beziffert keine der Quellen; am genauesten ist laut ADAC eine Stützlastwaage.

von der Redaktion aktualisiert am 20. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

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Kurze Antwort

Leg ein Brett flach auf die Personenwaage und stell ein zweites senkrecht darauf unter das Kupplungsmaul. Es muss so lang sein, dass das Kupplungsmaul auf der Höhe deines beladenen Kugelkopfs steht. Kurbel das Stützrad hoch, bis es wenige Millimeter in der Luft hängt, lies ab und zieh das Gewicht der Bretter ab. Nicht unter dem Stützrad messen – das ergibt laut ADAC einen zu hohen Wert.

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Ja – mit Brett, auf Kupplungshöhe

Die Personenwaage ist die bekannteste Methode ohne Spezialwerkzeug. Der ADAC beschreibt sie so: ein Brett flach auf die Badezimmerwaage legen, ein zweites senkrecht und quer zur Fahrtrichtung daraufstellen und unter das Kupplungsmaul setzen. Das senkrechte Brett muss so lang sein, dass das Kupplungsmaul etwa auf der Höhe der Anhängerkupplung im beladenen Zustand liegt. Das Stützrad soll nur wenige Millimeter in der Luft hängen.

Die Methode ist eine Kontrolle, keine Präzisionsmessung. Wie genau sie ist, steht weiter unten – ehrlich gesagt: Eine belastbare Zahl gibt es nicht.

Das brauchst du

  • eine Personenwaage, deren Höchstlast laut Anleitung über der erwarteten Stützlast plus Brettgewicht liegt
  • ein flaches Brett als Unterlage und ein Kantholz oder Brett für die Senkrechte
  • Zollstock, Säge, Unterlegkeile
  • festen, ebenen Untergrund

Schritt für Schritt

  1. Anhänger sichern

    Beladen wie zur Abfahrt, auf festem, ebenem Grund abstellen, Handbremse anziehen oder Keile unterlegen, dann abkuppeln.
  2. Kugelkopfhöhe messen

    Am beladenen Auto vom Boden bis zur Mitte des Kugelkopfs messen. Warum gerade diese Höhe, erklärt die Frage In welcher Höhe misst man die Stützlast?
  3. Senkrechtes Brett ablängen

    Kugelkopfhöhe minus Höhe der Waage minus Dicke des flachen Bretts ergibt die Länge des senkrechten Bretts (eigene Rechnung).
  4. Bretter wiegen

    Beide Bretter zusammen auf die Waage legen und den Wert notieren. Ihn ziehst du später ab.
  5. Deichsel ablassen

    Waage mit flachem Brett unter die Deichsel stellen, das senkrechte Brett unter das Kupplungsmaul setzen und das Stützrad hochkurbeln, bis es wenige Millimeter in der Luft hängt (ADAC).
  6. Ablesen und abziehen

    Anzeige ablesen, Brettgewicht abziehen. Das Ergebnis ist deine Stützlast.

Den Wert vergleichst du mit zwei Grenzen: mindestens 4 % des tatsächlichen Anhängergewichts, aber nicht mehr als 25 kg (§ 44 Abs. 3 StVZO), und höchstens der kleinste zulässige Wert von Auto, Kupplung und Anhänger. Beides rechnet der Rechner unter Stützlast berechnen aus.

Nicht unter dem Stützrad messen

Naheliegend, aber falsch: die Personenwaage einfach unter das Stützrad zu stellen. Das Stützrad sitzt weiter hinten an der Deichsel als die Kupplung, näher an der Achse. Durch die Hebelwirkung trägt es mehr. Laut ADAC ergibt sich dort ein zu hoher und nicht aussagekräftiger Wert.

Über die Abstände von der Achse zum Stützrad und zur Kupplung lässt sich der Wert umrechnen. Der ADAC hält diesen Weg aber für komplexer und ungenauer als die Messung unter dem Kupplungsmaul. Die Formel steht unter Stützlast berechnen.

Wie genau ist das Ergebnis?

Das lässt sich nicht beziffern. Der ADAC nennt keine Genauigkeit für die Personenwaagen-Methode, und auch wir haben keine eigenen Messreihen. Klar ist nur, woher Fehler kommen:

  • Die Waage selbst. Wie genau deine Personenwaage misst, steht – wenn überhaupt – in ihrer Anleitung.
  • Die Brettlänge. Im Redaktionsvergleich von promobil ergab ein um 7 cm zu tiefes Kupplungsmaul rund 5 % zu viel.
  • Ein schiefes Brett. Steht es nicht senkrecht, misst die Waage nicht die ganze senkrechte Kraft.
  • Das Stützrad. Berührt es noch den Boden, landet ein Teil der Last nicht auf der Waage.

Liegt dein Ergebnis deutlich zwischen Mindest- und Höchstwert, reicht die Methode als Kontrolle. Liegt es knapp an der Grenze, miss mit einer Stützlastwaage nach. Laut ADAC ist sie die genaueste Lösung.

Wann sich eine Stützlastwaage lohnt

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Ob sich die Anschaffung für dich rechnet, wägt die Frage Lohnt sich eine Stützlastwaage? ab. Alle Methoden im Vergleich stehen in der Anleitung Stützlast messen, alle Themen auf der Startseite.

Fragen aus der Praxis

Kann man die Stützlast mit einer Personenwaage messen?

Ja, zur Kontrolle. Der ADAC beschreibt die Methode mit zwei Brettern: eines flach auf der Waage, eines senkrecht unter dem Kupplungsmaul, das auf Höhe der beladenen Anhängerkupplung stehen soll. Unter dem Stützrad ergibt sich laut ADAC dagegen ein zu hoher Wert. Am genauesten ist laut ADAC eine Stützlastwaage.

Warum darf die Personenwaage nicht unter das Stützrad?

Das Stützrad sitzt weiter hinten an der Deichsel, näher an der Achse als die Kupplung. Durch diese Hebelwirkung trägt es mehr als die Kupplung. Der ADAC nennt den Wert unter dem Stützrad zu hoch und nicht aussagekräftig. Umrechnen lässt er sich über die Abstände zur Achse, das ist aber laut ADAC ungenauer.

Wie genau ist die Messung mit der Personenwaage?

Eine Zahl dazu nennt keine der Quellen, die wir ausgewertet haben. Die Genauigkeit hängt von deiner Waage und davon ab, wie genau Höhe und senkrechte Stellung des Bretts stimmen. Allein ein um 7 cm zu tiefes Kupplungsmaul ergab im promobil-Vergleich rund 5 % zu viel. Für Werte knapp an der Grenze ist eine Stützlastwaage die bessere Wahl.

Belege und Quellen

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Hinter den Texten

Redaktion stuetzlastwaage.de

Stützlast, Waagen & Gespann-Wissen

Wir sind die Redaktion von stuetzlastwaage.de. Wir werten Datenblätter, Bedienungsanleitungen, Gesetzestexte, ADAC-Ratgeber und veröffentlichte Redaktionstests aus und machen daraus verständliche Kaufberatung rund um die Stützlast – mit Quellen auf jeder Seite. Eigene Messreihen oder Labortests machen wir nicht, und das sagen wir offen.

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